Deckenstrahlheizung
 
Einsatzbereiche
Für das Erreichen von thermischer Behaglichkeit im Raum ist die Wärmeverteilung von großer Bedeutung. Durch Deckenstrahlplatten stellt sich vom Boden bis zur Decke ein überaus günstiges Temperaturprofil ein. Die für eine Halle optimale Beheizung wirkt dort, wo es gewünscht wird, verstärkt z. B. in den Aufenthaltszonen von Personen in:

 

  • Sporthallen
  • Reithallen
  • Verkaufs- und Ausstellungsräumen
  • Werk und Lagerhallen
  • Verkaufspassagen
  • Hochregallager
  • Flugzeughallen
  • Industrie- Produktionshallen
  • Laboratorien
  • teilbeheizten Räumen und Hallen
Energieeinsparung
Durch die um 2-4 K höher empfundene Temperatur im Aufenthaltsbereich der Deckenstrahlplatten ist eine Verringerung des Wärmebedarfs möglich. Die zur Beheizung aufzuwendende Energie vermindert sich um 10-25 %. Es stellen sich äußerst geringe Temperaturschichtungen von ca. 0,2 K/m ein. Dies mindert die Wärmeverluste, insbesondere im Deckenbereich, und führt zu einer weiteren Energieeinsparung. Die wesentlichen Vorteile von Deckenstrahlplatten sind:

  • Angenehmes Temperaturempfinden
  • keine Staubaufwirbelungen,
  • keine Brand oder Explosionsgefahr,
  • wartungsfreier Betrieb,
  • keine Geräuschentwicklung,
  • kein Elektroanschluss notwendig,
  • kein Platzbedarf an Boden oder Wänden,
  • geringe Temperaturschichtung (ca. 0,2 K/m),
  • gute Regelbarkeit durch geringe Wassermengen,
  • zonenweise Beheizung

 

Behaglichkeit
Ist Wärmestrahlung vorhanden, spielt die Lufttemperatur für das Empfinden des Menschen eine untergeordnete Rolle. Ein Beispiel: Die Lufttemperaturen sind in der Sonne und im Schatten gleich. Bei Temperaturen um 0°C fühlt man sich jedoch nur in der Sonne wohl, denn hier kommt die Strahlungswärme hinzu. Die tatsächlich empfundene Temperatur des Menschen entspricht dem Mittelwert aus Lufttemperatur und mittlerer Temperatur der Raumumschließungsflächen (DIN 4701 T 1).
Direktstrahlung und die Erhöhung der Umschließungsflächen Temperatur durch die Wärmestrahlung bewirken, dass die Lufttemperatur niedriger gehalten werden kann, ohne dass die Behaglichkeit verringert wird.

Beispiel: Ist die Umgebungsluft 20°C warm, sind üblicherweise die Umschließungsflächen kälter (z. B. 15°C). Haben die durch die Deckenstrahlplatten erwärmten Umschließungsflächen z. B eine Temperatur von 20°C, kann die Temperatur der Luft um 2-4 K niedriger gehalten werden. Bei ca. 16-18°C Lufttemperatur stellt sich dann eine für den Menschen mindestens eben so große Behaglichkeit ein.

 
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